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Routenbeschreibung:
Charakter: Beim 1.250 Klettermeter langen, vier sehr unterschiedliche Etappen umfassenden Intersport Klettersteig handelt es sich um eines der umstrittensten Klettersteigprojekte in Österreich. Der Steig wurde über eine bestehende Kletterroute von Paul Preuß gelegt und berührt außerdem Jagdgebiete. Dies löste hitzige Diskussionen aus und führte letztendlich zu einer Neutrassierung im mittleren Bereich.
Die früher äußerst lohnende Steiganlage hat dadurch deutlich an Attraktivität verloren. Anstelle der Überschreitung des Kleinen Donnerkogels und des Holländergrats gibt es im Mittelteil jetzt erdige Latschengassen. Die herrliche Aussicht und die sehr kletterfreundlich angelegte 3. und 4. Etappe entschädigen jedoch.
Beschreibung: 1. Etappe: Vom Einstieg kurz zu einem Eck aufsteigen (B/C). Eine schöne Plattenquerung (B) führt zu einem Spreizschritt (B/C). Es folgt die steile und anstrengende Kaiser-Verschneidung (C/D), eine der beiden Schlüsselstellen. Anschließend links auf ein erdiges Band (A) und zu einer weiteren, etwas schwierigeren Plattenquerung (C). Um ein Eck herum geht es zur Enzianwand (B). Im Zick-Zack-Kurs geht es durch die Latschen empor und anschließend links in einen Sattel. Hier befindet sich ein Notausstieg (rechts hinunter). Über zwei Leitern (C) wird der flache Ziehkögelgrat (max. B, 1-) erreicht. Am Ende der 1. Etappe folgt ein weiterer Notausstieg (rechts hinunter).
2. Etappe: Im Abschnitt "Es lebe die Jagd" wird zuerst nach links gequert (A). Anschließend folgen einige auf den Boden gelegte Leitern (A). Nach einer weiteren Querung (A) folgt ein kurzer Aufschwung (B). Nach dem Gamsband (A) muss ein Stück im erdig-rutschigen Gelände abgeklettert werden (A/B). Anschließend steigt die Querung wieder an (A/B bis B/C) und trifft auf das letzte Stück des Holländergrats. Dort links halten (der alte Steigverlauf kam von rechts).
3. Etappe: Nach kurzem Gehgelände (Notabstieg nach rechts) folgt eine kurze Querung (C) und der steile und sehr ausgesetzte Aufschwung (zuerst C/D, dann leichter) aufs Donnermandl (1.920 m). Dieser stellt die zweite Schlüsselstelle des Steigs dar. Anschließend kurz in eine Scharte abklettern (A). Die 3. Etappe kann auch umgangen werden (1).
4. Etappe: Recht steil über den Nordwestgrat die ehemalige Preuß-Route hinauf (C). Bald wird der Grat flacher und breiter (B/C). Der Ausstieg wird nach Überwindung einzelner Steilstufen (A/B) erreicht.
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Ergänzung zu den Schwierigkeiten: In der 1. und 2. Etappe oft feucht und entsprechend rutschig.
Bemerkung zu den Versicherungen: Stahlseil, Leitern, Trittstifte
Erstbegeher / Erhalter: Outdoor Leadership / Dachstein AG
Ausrüstung: Komplette Klettersteigausrüstung, Klettersteighandschuhe
Talort: Gosau
Talort Höhe: 736 m
Hütten:
Gablonzer Hütte
Anreise / Zufahrt: Von Westen: Auf der A 10 bis Golling, weiter über die B 162 und B 166 nach Gosau. Dort rechts abbiegen und durch das Gosautal bis zum Straßenende bei der Talstation der Gosaukammbahn fahren.
Von Osten: Auf der A 1 nach Regau, weiter über die B 145 und B 166 nach Gosau. Während die Hauptstraße nach rechts abzweigt, fährt man geradeaus ins Gosautal.
Alternative: Bei Ausgangspunkt Annaberg im Lammertal fährt man kurz vor Annaberg in Richtung Gasthof Dolomitenblick. Gleich bei der ersten Möglichkeit links abbiegen (immer Holztafeln Zwieselalm/Donnerkogel folgen) und bis zu einem Parkplatz fahren.
Mit Öffis: Mit der Bahn nach Steeg-Gosau. Weiter mit dem Bus (Linie 2570) bis Gosausee.
Zustieg zur Wand: Vom Gosausee über Weg 620 zur Gablonzer Hütte und weiter über Weg 611 zum Oberen Törleggsattel (Infotafel) aufsteigen. Dort links halten und in wenigen Minuten zum Einstieg absteigen. N 47°31'50", O 13°28'38"
Bei Seilbahnbenützung etwa eine Stunde Zeitersparnis.
Variante Annaberg: Vom Parkplatz am Ende der Fahrmöglichkeit folgt man der Forststraße bis man die Wiesen des Schigebietes Zwieselalm erreicht (ist beschildert). Bei der Riedlkaralm (Forststraße) auf einem markierten Steig zur Gablonzer Hütte. Zeit: 1 - 1,5 Stunden bis zum Einstieg.
Höhe Einstieg: 1580 m
Abstieg: Vom Ausstieg in wenigen Minuten den Grat entlang zum Gipfel aufsteigen. Vom Gipfel der roten Markierung folgen und nach wenigen Minuten rechts auf Weg 628 abzweigen und über diesen stellenweise recht unangenehm zum Unteren Törleggsattel absteigen. Dort rechts halten und zurück zum Ausgangspunkt.
Bei Seilbahnbenützung etwa 40 Minuten Zeitersparnis.
Beste Jahreszeit:
Juni
Juli
August
September
Kartenmaterial: Alpenvereinskarte 14 Dachsteingebirge, 1:25.000, ISBN 3-928777-27-0 BEV ÖK 95 Sankt Wolfgang im Salzkammergut, 1:50.000 Kompass WK 20 Dachstein-Südl. Salzkammergut, 1:50.000, ISBN 3-85491-022-3 Freytag & Berndt WK 281 Dachstein, 1:50.000
Führerliteratur für diese Region:
Sicher Klettersteiggehen
Extreme Klettersteige in den Ostalpen
NEU 6/2011: Klettersteigführer Österreich mit DVD-ROM - 4te Auflage
NEU 2. Auflage: Klettersteigführer Dolomiten - Südtirol - Gardasee
Bemerkungen: Da die 2. Etappe sehr erdig ist, sollte der Steig nicht bei Nässe begangen werden.
Alternativprogramm: Klettereien an der Donnerkogel Westseite (beim Normalweg) und schwerere Sportklettereien im Bereich des Klettersteigeinstiegs.
Infostand: 08.10.2005
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